Im Finale müssen die Frankfurter Damen dem alten und neuen Meister Paderborner SC den Vortritt lassen.
Gruppenphase
Aber der Reihe nach: In der Gruppenphase am Samstag konnten sich die Monopol-Damen als Gruppensieger durchsetzen. Im Spiel gegen den 1. Squash Club Berlin dominierten Zuzana Jirkovska (bei ihrer ersten Endrunden-Teilnahme), Nicole Fries und Sharon Sinclair ihre Gegnerinnen und siegten jeweils ohne Problem mit 3:0 Sätzen.
Gleich das erste Spiel der zweiten Begegnung gegen die Mitfavoriten ‚SRV im Westen‘ war dann aber nichts für schwache Nerven. Nicole Fries (DRL 7) lag gegen die aufstrebende Nele Hatschek (DRL 5) bereits mit 1:2 Sätzen zurück. Den vierten Satz konnte sie aber trotz eines 4:8 Rückstands mit starker kämpferischer Leistung noch im Tie-Break mit 14:12 für sich entscheiden. Und auch der letzte Satz war wieder hart umkämpft. Mit etwas Glück (und auch dank „günstiger“ Schiedsrichter-Entscheidungen) ging aber auch dieser Durchgang mit 11:9 an die Frankfurterin. Ein Squash-Leckerbissen war dann das Spiel unserer neuen Nummer 1, Camille Serme, gegen Natalie Grinham. Immerhin traf hier die aktuelle Nr. 4 der Weltrangliste auf die ehemalige Nr. 2! Die 38-jährige Grinham (aktuelle WRL 43) leistete denn auch erbitterten Widerstand, gerade im ersten und dritten Satz. Aber in den entscheidenden Phasen konnte Camille Serme (27) dann immer noch etwas zulegen und 3:0 gewinnen. In der abschließenden Partie kam Sharon Sinclair (DRL 2) dann nach kleinen Startschwierigkeiten gegen Eva Brauckmann immer besser ins Spiel und profitierte dann durch die verletzungsbedingte Aufgabe ihrer Gegnerin.
Halbfinale
Im Halbfinale am Sonntag traf unser Team dann auf die zweite hessische Mannschaft, Yellow Dot Maintal. Veronika März musste gegen Störte Becker in den beiden ersten Sätzen ganz schön hart arbeiten, erst im dritten Satz erlahmte dann die Gegenwehr der „Piratin“. Im zweiten Spiel legte Sharon Sinclair gegen Miriam Bagehorn einen furiosen Start hin und ließ auch im weiteren Verlauf ihrer Gegnerin keine Chance. Und auch Nicole Fries hatte mit Heike Sauder keine Mühe und siegte im letzten Match, das als „Dead Rubber“ (nur 2 Gewinnsätze) ausgetragen wurde, glatt.
Finale
Im Finale trafen wir dann auf die Titelverteidigerinnen aus Paderborn und diese wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht. Im ersten Match fand Nicole Fries nie zu ihrem Spiel und musste gegen eine sehr gut aufgelegte Franziska Hennes (DRL 3) eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Camille Serme konnte zwar mit einer sehr souveränen Vorstellung gegen Alison Waters (WRL 11) mit 3:0 gewinnen und somit den Ausgleich herstellen. Aber im entscheidenden Spiel konnte die Deutsche Meisterin Sharon Sinclair der Ranglistenersten Sina Wall diesmal nichts entgegen setzen. Im zweiten Satz kam zwar noch einmal etwas Spannung auf, aber auch dieser, wie auch der dritte Satz, gingen dann an die Altmeisterin.
Vermutlich lag es an der fehlenden Erfahrung in dieser Final-Situation (und evtl. auch am ungewohnten Glas-Court), dass unsere beiden deutschen Spielerinnen nie richtig in die Begegnung fanden. Ganz anders als die Paderbornerinnen, die sich ihre beste Turnierleistung für dieses Finale aufgehoben hatten und deshalb auch verdient als Siegerinnen den Court verlassen konnten.